Sardinien Reisebericht
Der Gennargentu Park
Zur Nuraghersiedlung Tiscali
Durch die Invasion der Römer wurden die Nuragher (Urbevölkerung) von den fruchtbaren Ebenen
im Westen immer mehr in die unwirtlichen Bergregionen der Barbagia und des Supramonte
zurückgedrängt. Ihre letzte Zufluchtstätte wurde das geschützte Lanaittutal. Als Versteck vor
der römischen Invasion bauten sie in der Karstdoline von Monte Tiscali ihre Siedlung.
Vor mehr als einem Jahrhundert wurde diese Siedlung Holzfällern entdeckt.
Der Aufstieg zum Mote Tiscali mit dem Besuch der Nuraghersiedlung ist ein echtes Erlebnis.
Unglücklicherweise erfolgt die Anfahrt auf Schotterpiste. Wer sein Auto wirklich liebt
muss entweder darauf verzichten, oder sich einer geführten Trekkingtouren anschließen, bei
denen man mit dem Geländewagen bis zum Ausgangspunkt gebracht wird.
Anfahrt:
Auf der Verbindungsstraße zwischen Oliena und Dorgali der Beschilderung "Hotel Su Gologone"
folgen. Am Hotel vorbei, nach ca. 100m rechts abbiegen; Schild: Lanaittu (links geht's
zu der Quelle "Su Gologone" - sehenswert !). Von hier folgt man
einer Betonpiste, die nach 1,5km (Stand 1999) in eine Schotterpiste übergeht. Von hier
sind es 4,7km bis zur Grotta sa Oche. Man parkt entweder hier (empfohlen) oder fährt
am Rifugio links vorbei noch 2,9km bis unterhalb des Tiscali.
Achtung:
Zufahrt und Wanderwege sind schlecht bis gar nicht beschildert. Ohne Wanderführer sollte die
Tour nicht durchgeführt werden. Auch sind Wanderkarten in Sardinien so gut wie nicht zu bekommen.
Empfehlung "Rother Wanderführer" aus dem Bergverlag Rother ISBN 3-7633-4023-8 vor dem Urlaub in
Deutschland besorgen.
Von der Grotta sa Oche geht es teils schattig bis zum Fuß des Monte Tiscali (Strecke: 2900m).
Von hier geht es in südlicher
Richtung leicht bergauf und man folgt den roten Markierungen (1999: stark verwittert), die
schließlich nach links weisen. Hier wird der Wanderweg verlassen und es geht auf Trampelpfad
den Hang hinauf. (gutes Schuhwerk ist notwendig !)
Oberhalb einer Rinne ist links ein
Felseinschnitt - wir klettern durch diesen Engpaß, den strategisch sicheren Zugang zur Nuraghensiedlung.
(auf roten Pfeil nach links achten !)
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Nach dem Felsspalt führen die Markierungen links an der Felswand vorbei zur Karstdoline "Sa Curtigia de Tiscali".
Ein kleines Wäldchen, rundum überhängende Felsen und die Reste der Nuraghenbauten erwarten
uns.
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Wer schon die Anfahrt ins Lanaittutal nicht gescheut hat sollte unbedingt die "Grotta sa Oche" ( = die Stimme)
besuchen. Die Höhle ist keine Schauhöhle, also touristisch nicht erschlossen und genau darin liegt
ihr Reiz. Also unbedingt Taschenlampen mitnehmen.
Grotta de sa Oche
Vom Parkplatz "Grotta de sa Oche" westlich halten, nach ca. 5 Minuten am Fluss entlang erreicht
man den Eingang der Höhle.
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In der Eingangshalle hat man noch einigermaßen Licht durch einige Kamine ins Freie. Ab hier
benötigt man jedoch unbedingt Taschenlampen und trittsichere Schuhe.
Seit vielen Jahren erforschen Höhlenkundler die Tiefen der unterirdischen Grotte. Jedes
Jahr dringen Taucher tiefer in die Supramonte-Berge hinein, um die unterirdischen Kanäle
und Seen zu erkunden.
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Sardinien-Bücher
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